Digitalisierung der Industrie auf der IT2Industry Konferenz 2015

Der Wandel zur Digitalisierung in der Produktion und eine aktive Gestaltung der Industrie 4.0 bieten für Unternehmen viel Potential in Sachen Innovationen, Geschäftsmodelle und Geschäftserfolg. Die IT2Industry 2015 (10. bis 13. November) greift angesichts der Bedeutung der Digitalisierung für die gesamte Industrie alle wichtigen Kernthemen auf. Worin liegt aktuell die größte Bedeutung, was sind die Herausforderungen für Unternehmen auf dem Weg zum Industrial Internet of Things?

Bodo KörberIndustrial Internet of Things – Die Transformation von Produkten zu Services und neuen Geschäftsmodellen” ist Thema der Keynote von Bodo Körber, Managing Director, Accenture Digital, am ersten Messetag der IT2Industry 2015 (Dienstag, 10. November, 11:30 Uhr).

Industrie 4.0 und IoT sind disruptive Elemente für unsere geschäftlichen und technischen Ökosysteme; jetzt ist die Zeit zu handeln, um neue Geschäftsmodelle zu etablieren (z.B. Servicierung von Produkten), aber auch um bestehende Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln. In den kommenden Jahren wird sich daher jedes Unternehmen mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf das eigene Geschäftsmodell beschäftigen müssen. Es braucht eine digitale Vision für die Kundenbindung durch intelligente Produkte, die Lieferketten, den Service und die Art und Weise, wie im Unternehmen und unternehmensübergreifend Daten zu entscheidungsrelevanten Informationen werden. Die traditionelle Trennung von Business, IT und OT muss überwunden werden, um die notwendige Geschwindigkeit für Innovation zu erreichen. Die unkoordinierte Verfolgung taktischer digitaler Initiativen ist nicht zielführend. Vielmehr wird ein integriertes, digitales Geschäfts- und Betriebsmodell erforderlich, dass durch die bereitgestellten technologischen Voraussetzungen in IT und OT ermöglicht und umgesetzt wird.

Volkmar RudatWillkommen zur neuen Art des Arbeitens – Bedarf, Umsetzung und Ausblick” beleuchtet Volkmar Rudat, Vice President Customer Engagement, Unify, in seinem Vortrag (Mittwoch, 11. November 2015, 13:30 Uhr).

Die Digitale Transformation, Industrie 4.0 aber auch die Generation Y verändern die Arbeitswelt massiv. Die Digitalisierung erfordert innovatives Denken und neue Prozesse. Das bietet aber auch Chancen, um Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren oder die jeweils besten Kräfte für eine Aufgabe zusammenzubringen. Mobiles und virtuelles Teamwork erfordert die Zusammenführung aller wichtiger Daten und Informationen sowie aller Kommunikationskanäle auf einer Oberfläche. Unify zeigt am Beispiel der Cloud Lösung Circuit, wie sich die neue Art des Arbeitens optimal unterstützen lässt.

In vielen Unternehmen begegnet man den neuen Herausforderungen aber immer noch mit den alten Technologien, sehr zum Unmut vor allem der „Millennials“, die in einer Welt intuitiv bedienbarer, mobiler Apps aufwachsen. Mit seiner wegweisenden Public Cloud Lösung Circuit fokussiert sich Unify darauf, die gesamte Kommunikation sowie alle wichtigen Daten und Informationen, die ein Team für ein produktives Miteinander braucht, auf einer Oberfläche zusammenzuführen, unabhängig vom verwendeten Endgerät, intuitiv und einfach. Damit wird die neue Art des Arbeitens Realität.

Achim HimmelreichÜber das “Internet of Things als nächste Evolutionsstufe der mobilen Entwicklung” spricht Achim Himmelreich, Verbandsvizepräsident, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), und Partner, Mücke, Sturm & Company, (Donnerstag, 12. November 2015, 12:00 Uhr).

Das Internet of Things stellt die nächste Evolutionsstufe in der mobilen Entwicklung dar. In naher Zukunft wird es mehr mobile Machine-2-Machine-Kommunikation geben als solche, bei denen ein Mensch involviert ist. Das Internet wird sich zu einer Art „Schleier“ entwickeln, der überall in der Realität bewusst und unbewusst anzutreffen ist. Achim Himmelreich verdeutlicht die ersten Use Cases in den Bereichen Handel, Gesundheit und Pharma, Lifestyle und Sport, Automotive und Industrie. Anhand von konkreten Best-Practices-Beispielen wird verdeutlicht, wie das Internet of Things eine Branche nach der anderen nachhaltig verändert und neue Geschäftsmodelle entstehen lässt

Den “Mittelstand 4.0” beleuchtet Dipl. Kfm. Helmut Schnierle, Head M2M Sales, Telefónica Germany, und Member of the Board, M2M Alliance, in seinem Vortrag (Mittwoch, 11. November 2015, 12:00 Uhr). Darin werden Chancen und Potentiale vorgestellt, welche M2M-Lösungen und IoT für Unternehmen bereithalten, sowie die Verknüpfung von Organisationskultur und -struktur, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.Helmut Schnierle

Viele Unternehmen interessieren sich im Zuge der Digitalisierung für neue innovative Geschäftsmodelle, welche durch den intelligenten Einsatz von M2M-Technologien auf effiziente Weise umgesetzt werden können. Hierdurch werden nicht nur großen Konzernen, sondern auch mittelständischen Unternehmen neue Chancen und Möglichkeiten eröffnet, um langfristig wettbewerbsfähig und effizient auf dem Markt zu bestehen.

Insbesondere in den Bereichen interner organisatorischer Rahmenbedingungen der Skalierbarkeit und Flexibilität, Investitionshöhe und Wirtschaftlichkeit sowie Datenschutz und Sicherheit bestehen in vielen Unternehmen bezüglich der Implementierung von M2M-Lösungen noch einige Vorbehalte. Um diese auszuräumen und den Nutzen der Industrie 4.0 vollkommen ausschöpfen zu können ist es wichtig, Unternehmen an die Potentiale sowie den richtigen Einsatz dieser modernen Technologien heranzuführen und das enge Zusammenwirken von Organisationskultur und -struktur aufzuzeigen.

Dr. Rainer StetterIndustrie 4.0 und ihre Folgen” untersucht Dr.-Ing. Rainer StetterGeschäftsführerITQ, in seinem Vortrag (Mittwoch, 11. November 2015, 14:00 Uhr). Industrie 4.0 bedingt demnach tiefgreifende technische Veränderungen, neue Organisationsformen sowie innovative Aus- und Weiterbildungskonzepte. Die deutschen Unternehmen sind auf Industrie 4.0 und auf die zunehmende Digitalisierung der Produkte und Projekte unzureichend vorbereitet. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass die mit der 4. industriellen Revolution einhergehenden technischen und organisatorischen Veränderungen für viele nicht (be-)greifbar sind.

Im Rahmen des Vortrags wird der Industrie 4.0-Demonstrator Mi5 vorgestellt, ein hochmodulares, in sich vernetztes Produktionssystem, der in transparenter Weise darstellt, wie sich die technologischen Strukturen aufgrund der Einflüsse von Industrie 4.0 verändern. Der Entwicklungsprozess der Anlage wurde so modular gestaltet, dass in beliebiger Kombination virtuell-simulierte Module mit realen Modulen interagieren.

Aktuellen Lösungsstrategien für Safety, Simulation, HMI und modulare Produktionsumgebungen gibt dieser Funktionsdemonstrator eine richtungsweisende Hilfestellung, die insbesondere das Verständnis von Industrie 4.0-Anwendungen nachhaltig fördert.

Weiter zum Konferenzprogramm der IT2Industry 2015

,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

Leave a comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Accept and Proceed

Cookies help us to improve our services. By using our website, you agree to our use of cookies. Learn more