In 10 Schritten zur Digitalisierung von Mittelstand-Unternehmen

Wie können Unternehmen sich idealerweise der Chance durch Digitalisierung annähern oder die digitale Transformation einleiten? Dazu hat der Hightech-Branchenverband BITKOM einen praxisorientierten Leitfaden speziell für den Mittelstand erstellt, der in zehn Schritten handlungsorientiert beschreibt, wie kleine und mittlere Unternehmen betriebliche Abläufe digital gestalten können.

Infografik BITKOM Digitaler Wandel Unternehmen Chance– Quelle / Schaubild: BITKOM via Slideshare

Digitalisierung hat zwei Dimensionen: Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle. Sowohl die radikale Tragweite als auch die oft vergleichsweise erhebliche Geschwindigkeit des Umbaus lösen im Verantwortlichen in der Leitungsebene, aber auch im mittleren Management oft noch Berührungsängste aus, bis hin zur Aufschiebung oder Ablehnung erforderlicher Schritte. Dabei dient digitale Transformation einzelne Geschäftsprozesse, Geschäftsbereiche und auch das gesamte Geschäftsmodell nur dem alleinigen Zweck, dieWettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder grundlegend zukunftsweisend auszubauen.

Infografik BITKOM Digitalisierung Unternehmen Herausforderung Studie 2016

– Quelle / Schaubild: BITKOM via Computerwoche

Die gegenwärtige Situation zeigt die Vorbehalte deutlich. Immerhin stellt digitale Transformation für 72 Prozent der mittelständischen Unternehmen eine zentrale Herausforderung dar und für zwei von drei Unternehmen (64 Prozent) verändert sich infolge von Digitalisierung ihr Geschäftsmodell. Doch mehr als eines von zwei der befragten Unternehmen (55 Prozent) verfügen hierbei noch über keine Strategie. Daher hat der BITKOM als zentraler Verband der IT-Branche einen Praxisleitfaden entwickelt.

Infografik BITKOM Digitalisierung Unternehmen Vorreiter Nachzügler

In 10 einfachen Schritten zur Digitalisierung

  1. Tipp: Digitalisierung muss Chefsache sein. Digitale Transformation ist ein so umwälzender Change-Prozess, dass er als Teil der Unternehmensstrategie nur über die Ebene verantwortlicher und erfahrener Führungskräfte gesteuert werden sollte.
  2. Tipp: Für die Umsetzung agiert bestenfalls ein Digitalisierungsteam in Idealbesetzung mit allen Bereichs- und Abteilungsleitern sowie allen weiteren relevanten Mitarbeitern. Für die Steuerungsfunktion stellt die Schaffung der Position eines Chief Digital Officer (CDO) eine passende Erweiterung dar.
  3. Tipp: Auf Basis einer umfassenden Bedarfsanalyse gelingt die Digitalisierungsstrategie. Der Plan umfasst die Veränderungen bestimmter, betroffener Bereiche und Prozesse bis möglicherweise hin zum gesamten Geschäftsmodell des Unternehmens.
  4. Tipp: Das gesamte Team sollte digitale Kompetenz aufbauen. Dabei bietet sich sowohl das Investment in die digitale Weiterbildung vorhandener Mitarbeiter an als auch künftig gezielte Auswahl neuer Mitarbeiter entlang Erfahrungen bzw. Skills in Industrie 4.0.
    Infografik BITKOM Research Digitale Weiterbildung 12112015– Quelle / Infografik: BITKOM Research via BITKOMInfografik BITKOM Digitale Weiterbildung 25112015– Quelle / Infografik: BITKOM via Computerwoche
  5. Tipp: Digitalisierung betrifft auch das Geschäftsmodell des Unternehmens. Neue Techniken – auch in kleinen Details – sorgen in Summe für die Möglichkeit, umfassend das gesamte operative Geschäft zu transformieren. So gelingt aus einer Kann- eine Muss-Veränderung.
  6. Tipp: Als Geschäftsergebnis sind gesammelte, unternehmenseigene Daten so einsetzbar, dass sich daraus geschäftsfördernde Produkte entwicklen lassen. Big Data – richtig eingesetzt – verfügt über das Potential, Produkt- und Servicequalität zu erhöhen und neben Bindung der Kunden auch als Kernkompetenz die Erkenntnisfähigkeit zu steigern und den Wandel als fortlaufendes Prinzip zu etablieren und entsprechende Vorbereitungen für weitere Anpassung und/oder Umformung zu treffen bzw. diese adäquat umzusetzen. Mit technischen Angeboten der IT, etwa bestimmte, gängige Lösungspakete, gelingt dies noch besser.
  7. Tipp: Neue Techniken eröffnen, neue Einsatzfelder, ermöglichen bestmögliche Nutzung von Dateninfrastruktur und beschleunigen die Prozesse. Eine weitgehend digitale Verwaltung vieler Daten wie Dokumente erleichtert kurzfristig wie nachhaltig Geschäftsabläufe.
    Infografik BITKOM Unternehmen Digitalisierungsstragie Prozesse Verwaltung Büro Office– Quelle / Infografik:
    BITKOM
  8. Tipp: Entwickeln Sie digitale Lösungen gemeinsam mit Kunden und Partnern. Binden Sie beide Gruppen in Ihre Geschäftsprozesse mit ein. So profitieren Sie gegenseitig von digitalen Erfahrungen. Schaffen Sie dafür entsprechende Schnittstellen.
  9. Tipp: Digitalisierung lässt Grenzen verschwinden und neue Wettbewerber erscheinen, auch aus bisher unbeachteten Märkten und Regionen. Besonders Technologieunternehmen analysieren und adaptieren verstärkt neue Geschäftsfelder und Wirkungsbereiche, national und global. Neben dem direkten Wettbewerbsumfeld erscheint auch die Beobachtung großer Global Player im Technologie-Bereich und der Industrie insgesamt stets sinnvoll.
  10. Tipp: Die großen Unternehmen bieten oft Angebote und Produkte für große Schritte. Agilität und Flexibilität lässt sich hingegen oft auch von den kleinen und jungen Unternehmen abschauen. Start-ups gehen oft frisch und unbefangen an Aufgaben heran und finden kreative Lösungen. Mitunter sind darunter auch solche Details und Konzepte, welche sich ideal für den erfolgreichen, mittelständischen Geschäftsbetrieb einkaufen, adaptieren oder integrieren lassen.

Digitalisierung ist nicht alleiniger Fortschritt, sondern bedeutet vielmehr den Startplatz zu neuen Überlegungen. Es sind, neben Aufgeschlossenheit für die neuen Technologien zu Ausprägungen wie Big Data, Cloud Computing und Industrial Internet of Things, sowohl unternehmerischer Mut zur Bewältigung der Aufgabe als auch schöpferische Kraft zur Transformation des Geschäftsmodell in die digitale Dimension gefragt.

Quelle / Präsentation: BITKOM via Slideshare

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