Smart Factory @ IT2Industry 2016: Von neuen Geschäftsmodellen zur digitalisierten Produktion

Die Bedeutung der Digitalisierung und diese in der laufenden Geschäftstätigkeit einzusetzen, ist bei den meisten Unternehmen, die über eigene Fertigungsanlagen verfügen und diese bereits oder in Zukunft in eine “Smart Factory” überführen wollen, angekommen. Damit das Unternehmen erfolgreich und Wettbewerbsfähigkeit gesichert bleibt, ist die digitale Transformation von Geschäftsprozessen und der Produktion unabdingbar. Praxisnahe Vorträge der Open Conference bei der IT2Industry 2016 @ AUTOMATICA greifen den Themenbereich rund um Produktion, Smart Factory und Industrial Internet of Things auf.

Für die Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit nutzen 39 Prozent Unternehmen technische oder IT-Lösungen, daneben planen dies 22 Prozent der Unternehmen, in einem Informations- und Entscheidungsprozess dazu sind 19 Prozent – so die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von BITKOM Research und EY.

Auf dem Weg ins Industrielle Internet können fünf Schritte für eine zukunftsfähige Fabrik-Produktion von Unternehmen als einfache Faustregeln anwendet werden:

1. Digital werden – 2. Automatisierung komplettieren – 3. Vernetzung aufbauen – 4. In Echtzeit fernsteuerbar werden – 5. Vernetzte Anwendungen einsetzen

Im Konferenzprogramm der IT2Industry@AUTOMATICA umfasst der Smart Factory-Themenbereich eine Keynote und zahlreiche Vorträge während des gesamten Veranstaltungszeitraums vom 21. bis 24. Juni 2016. Darin richtet sich der Business Track (neben dem Technology Track) gezielt an geschäftliche Entscheider in Unternehmen, die sich vor der oder auf dem Weg der digitalen Transformation befinden.

Keynote und Vorträge über Smart Factory, Industrial Internet of Things und IT Security

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer Scheer Holding
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer, Scheer Holding

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer, Geschäftsführender Gesellschafter, Scheer Holding GmbH, beantwortet in seiner Keynote am Mittwoch, 22. Juni 2016, 12:30 Uhr (#IT2I16 Tag 2), die Frage “Wie man erfolgreiche Business Modelle für Industrie 4.0 entwickelt“. Dabei wird eine Methode vorgestellt, wie systematisch neue Businessmodelle der Digitalisierung entwickelt werden und wie aus der Vision rund um das Schlagwort Industrie 4.0 durch konkrete Konzepte – statt punktueller Lösungen – realisiert werden kann. Dazu werden wesentliche wirtschaftliche Treiber der Digitalisierung beleuchtet, die aus den Ansprüchen einer grundlegenden Revolution abgeleitet sind und dieser gerecht werden: die verstärkte Personalisierung von Produkten, die Selbststeuerung von Objekten und Systemen, grenzkostenlose Erzeugnisse und Dienstleistungen sowie neue Unternehmensstrukturen, die sich als Plattformen zwischen Kunden und Lieferanten schieben.

Michael Gaudlitz Gemalto
Michael Gaudlitz, Gemalto

New Business Opportunities: Flexible Licensing Models in the Internet of Things stellt Michael Gaudlitz, Regional Sales Manager, Gemalto, in seinem Vortrag am Dienstag, 21. Juni 2016, 14:00 Uhr (#IT2I16 Tag 1), vor (Vortrag in englischer Sprache). Er beschreibt, wie das Internet of Things (IoT) Ingenieur- und technikgetriebene Unternehmen zu Softwareherstellern verändert, was neue Geschäftsmodelle und den Schutz geistigen Eigentums in höchstem Maß erforderlich macht. Der Vortrag vermittelt einen Einblick, welche treibenden Kräfte hinter dem IoT stehen, einer Welt, in der Software zu einem zunehmend wichtigen Bestandteil in der Wertschöpfung wird. Um zu zeigen, wie sich dieser Wert in Gewinn übertragen lässt, werden neue Geschäftsmodelle identifiziert und diese mit traditionellen verglichen.
(Weiterer Gemalto-Beitrag am Mittwoch, 22. Juni, 13:30 Uhr, in der Diskussionsrunde “IT Security: Cyberattacken auf Industrieanlagen – Risiken, Kosten, Gegenmaßnahmen Haftung).

Dr. Armin Pfoh TÜV SÜD
Dr. Armin Pfoh, TÜV SÜD

Dr. Armin Pfoh, TÜV SÜD AG, warnt in seinem Vortrag am Dienstag, 21. Juni 2016, 15:40 Uhr (#IT2I16 Tag 1): “The attackers can be anywhere” (Vortrag in englischer Sprache) und präsentiert die Ergebnisse einer Studie des TÜV SÜD über ein High-Interaction-Honeynet-Projekt, bei dem auf reale Hardware und Software, kombiniert mit virtueller Infrastruktur, einer simulierten Umgebung eines kleineren Wasserwerks mehr als 60.000 Zugriffe in der achtmonatigen Laufzeit verzeichnet wurden. Angesichts der Zugriffe von Servern weltweit, teils mit verschleierten IP-Adressen, wurde der Nachweis erbracht, dass Infrastrukturen und Produktions­stätten gezielt ausgeforscht werden. Demnach machen die Momente der Digitalisierung und Vernetzung Infrastrukturen und Produktionsstätten immer anfälliger. Industrie 4.0 stellt viele Unternehmen vor die Herausforderung, bisherige IT-Sicherheit grundsätzlich anders zu bewerten und umfassend neu aufzustellen.

Markus Geier ComCode
Markus Geier, ComCode

In seinem Vortrag “Cyber Security as the enabler of the Smart Factory” am Donnerstag, 23. Juni 2016, 16:00 Uhr (#IT2I16 Tag 3), geht Markus Geier, Geschäftsführer, ComCode GmbH, der Frage nach, warum Cyber Security ein Schlüsselfaktor und feste Komponente für die Smart Factory ist (Vortrag in englischer Sprache). Dabei zeichnet er einen realistischen Ansatz und zeigt, wie dabei vorgegangen werden kann. Besonders beleuchtet wird der Aspekt “Security by design”, wie also das Thema IT-Sicherheit von Anfang an eine tragende Rolle bei der Gestaltung der Produktionsabläufe spielt.

Peter Seeberg Softing Industrial Automation
Peter Seeberg, Softing Industrial Automation

Peter Seeberg, Market Segment Manager Factory Automation, Softing Industrial Automation GmbH, vermittelt in seinem Vortrag die Möglichkeiten von Industrial Data Intelligence: Daten-basierte Produktionsoptimierung – am Freitag, 24. Juni 2016, 11:30 Uhr (#IT2I16 Tag 4). In seiner Ankündigung beschreibt er den Status quo der Industrie:

Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Datenorientierte Firmen dominieren die globale Wirtschaft. Industriefirmen verbinden sich mit IT-Firmen und verknüpfen Automatisierung und EDV hin zum (Industrial) Internet of Things […] Einzelne Prozessoren [sind] in den Bereich gekommen […], Großes zu leisten. […] In der erste Ausbaustufe geht es […] um die Gesamtanlageneffektivität (OEE), ein Produkt dreier Faktoren (Verfügbarkeit, Leistung und Qualität).

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